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22.05.2014 14:18 Alter: 6 yrs
Kategorie: Bildung, Schulveranstaltungen
Von: Gerd Langer

Europawahl 2014 - Demokratie zum Anfassen?

Kandidaten zur Europa-Wahl im Kreuzverhör - Jugendliche diskutierten am OSZ


Strausberg (GL) „Europa kontrovers - jeder konnte sich eine Meinung bilden. Wir hatten viel mehr Fragen als Zeit!“ So fasst Laura Menning die Diskussion von 40 Jugendlichen mit Kandidaten für die Europawahl diesen Dienstag im Strausberger Oberstufenzentrum zusammen. Mit Dr. Christian Ehler (CDU), Helmut Scholz (Linke) und Dr. Christiane Gaehtgens (FDP) stellten sich drei Kandidaten zur Europawahl den Fragen des jungen Publikums. „Es ist schon etwas anderes, einen Europaparlamentarier persönlich anzusprechen, seine Stärken und Schwächen kennenzulernen. Wahlplakate an den Straßen-rändern, die registriert man mal mehr, mal weniger oder gar nicht mehr “ – so die Meinung von Paul Küpper, der per Mikro die Podiumsgäste interviewte. „Warum sind Sie Politiker geworden ? Was sagt ihre Familie zu diesem Job ? Sagen Sie ihren Wählern auch unangenehme Wahrheiten ?“ Vom Befragen zur Person leiteten die Moderatoren geschickt auf divergierende Standpunkte der Kandidaten zur Stabilität Europas, zur Erweiterung der Union und zum Ukrainekonflikt, zu Gründen für Desinteresse oder Ablehnung des EU-Projekts in der Öffentlichkeit, zur Zuwanderungspolitik – Stichwort: Lampedusa, zur Jugendarbeitslosigkeit bis und zur Cannabis- Freigabe über. Als Vertreter von SPD und Grünen positionierten sich Herr Gujjula und Maria Heider zu den kritischen Fragen des Publikums. Ob höhere BAFÖG – Sätze im Verhältnis zu „Hartz 4“ oder Forderungen nach europäischen Bildungsstandards, größeren Chancen für Auslandsstudenten oder mehr Anerkennung für eine „ordentliche Ausbildung“ - die Wahlkandidaten beantworteten alle Fragen ebenso wie die Politiker, die diesen Sonntag selbst nicht für das EU – Parlament kandidieren. Politiker, Jugendliche und Veranstalter waren sich trotz kontroverser Standpunkte in der Diskussion in zwei Fragen einig: Erstens: Das Motto „Demokratie zum Anfassen“ passte. Und zweitens: Es lohnt sich, für ein gemeinsames Europa zu werben, alle Bildungschancen zu nutzen, um später über Landesgrenzen hinaus tätig werden zu können. Diese von der Landeszentrale für politische Bildung unterstützte Maßnahme des OSZ-Fördervereins rundete eine Junior-EU-Wahl ab. 46 Jugendliche beteiligten sich durch ihre Stimmabgabe. Hans Strambowski, Vorsitzender des Fördervereins, dankte den Kandidaten für das EU–Parlament und den engagierten Jugendlichen des Oberstufenzentrums. Er teilte mit, dass die Junior-Wahl nach dem Wahlsonntag ausgezählt und bekannt gegeben wird.